A1-Bescheinigung für Auslandsproduktionen

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Das Entsendeformular A1 bescheinigt den sozialversicherungsrechtlichen Status von Arbeitnehmern und Selbstständigen, welche nur temporär im EU-Ausland tätig sind. Sie sind somit die Grundlage dafür, dass nicht in mehreren Staaten Sozialabgaben fällig werden.

Für Filmschaffende, welche für eine deutsche Produktionsfirma im Ausland tätig werden, muss die Firma die A1-Bescheinigung bei der zuständigen Krankenkasse beantragen und vorhalten. Seit Juli 2019 ist für die Beantragung der elektronische Antragsweg verpflichtend, bis dahin galt eine Übergangsfrist für ausnahmsweise schriftliche Beantragung.
Um für Prüfungen im Ausland gerüstet zu sein, empfiehlt sich für entsendete Mitarbeiter die in Deutschland in der Praxis mögliche nachträgliche sozialversicherungsrechtliche Meldung von Arbeitnehmern also nicht. Vielmehr sollte die A1-Besdcheinigung in der Regel bereits bei Aufnahme der Tätigkeit im Ausland vorliegen.

Auch für deutsche Dienstleister und deren Mitarbeiter, welche für einen im Ausland tätig werden, sollten entsprechende Bescheinigungen vorliegen - welche in diesem Fall vom Dienstleister zu beantragen und beizubringen sind.
Im Falle von europäischen Ko-Produktionen gilt es, sich für die Mitarbeiter des Ko-Produktionspartners aus dem europäischen Ausland A1-Bescheinigungen für ihre Tätigkeit in Deutschland vorlegen zu lassen.

In zunehmendem Maße verlangen ausländische Service-Produktionsfirmen von ihren Auftraggebern bereits im Vorfeld die Beibringung der entsprechenden Unterlagen, da sie selbst vor Ort in Haftung gehen, und da die EU ihre Mitgliedstaaten auf ein höheres zukünfiges Kontroll-Volumen verpflichtet hat.

SN 2019-09-08