Freier Handel setzt Filmschaffende frei

Die EU verhandelt mit den USA ein Freihandelsabkommen – im Juni sollen die Gespräche beginnen. EU Handels-Kommissar Karel de Gucht vernachlässigt dabei in seinem Entwurf die „kulturelle Ausnahme“ (l’exception culturelle).
 
Kulturelle Ausnahmen wurden in verschiedenen internationalen Abkommen  vereinbart, um die Vielfalt der Kulturen zu schützen (GATT 1993, UNESCO 2005).
 
Im Unterschied dazu soll in die bereits von der Obama-Regierung angekündigten Verhandlungen u.a. der Film- und Audiovisionsbereich eingeschlossen werden.
 
Nach Meinung der EU-Kommission ist ein Freihandelsabkommen mit den Nordamerikanern die vielversprechendste Option für Europa, was Wachstum, Exporte, Beschäftigung und Löhne angeht -- nach Meinung vieler Filmschaffender ist es aber eine ernste Bedrohung der europäischen Filmkultur.
 
Die Meinung der Produzentenallianz findet sich unter http://www.lifepr.de/inaktiv/allianz-deutscher-produzenten-film-fernsehen-ev/Kulturelle-Ausnahme-unverzichtbar/boxid/402907.
 
Wer gegen eine Einbeziehung von Kulturgütern in das Freihandelsabkommen ist, kann eine entsprechende Resolution unterzeichnen unter https://www.lapetition.be/en-ligne/The-cultural-exception-is-non-negotiable-12826.html.
 
Besonders Spanier und Franzosen sind sehr aktiv. Vier Deutsche und ein bekannter Österreicher haben auch schon unterschrieben (nein, nicht A. Schwarzenegger).
 
RD