"Hoffnungsschimmer" - wie weiter?

Arbeitsgruppe „Hoffnungsschimmer“, Treffen am 16. November 2012 in München
Seit Ende November stand auf der Plattform von Crew United wieder der „Hoffnungsschimmer“ zur Abstimmung. 
Zum dritten Mal soll damit im Rahmen der Berlinale eine Film- oder Fernsehproduktion ausgezeichnet werden, die sich durch eine besonders faire Behandlung der beteiligten Filmschaffenden hervorgetan hat.
Da der größte Feind des Guten bekanntlich das Bessere ist, trafen sich am 16. November letzten Jahres eine kleine Abordnung des Verbandes der Filmschaffenden, also dem Stifter der Auszeichnung, mit den Verantwortlichen von Crew United, die nun schon zum zweiten Mal freundlicherweise die Organisation der Abstimmung übernommen haben.
Ziel des Treffens war, Vorschläge für die weitere Ausgestaltung des „Hoffnungsschimmers“  zu sammeln.
Teilnehmer waren:

  • Die Filmschaffenden:
    • Irina Wanka (Vorstand IDS), Steffen Malzacher (Vorstand BvP)
  • Crew United:
    • Oliver Zenglein, Vincent Lutz

Die aktuelle Vorgehensweise zur Ermittlung des Siegers sieht - kurz zusammengefasst -  so aus:
Im Dezember wurden alle registrierten Mitglieder von Crew United aufgefordert, die Produktionen zu bewerten, deren letzter Drehtag in das betreffende Kalenderjahr fällt und bei denen sie mitgewirkt haben. Jedes Mitglied hat pro Produktion eine Stimme und kann Schulnoten von 1 bis 6 vergeben.
Die erfolgreichsten aus dieser Abstimmung hervorgehenden Produktionen werden als „Nominierte“ im Januar bekanntgegeben. Gleichzeitig werden die beteiligten Crew- und Castmitglieder vom Filmschaffendenverband angeschrieben, um auch noch die Meinungen der Mitarbeiter einzuholen, die sich an der ersten Abstimmung nicht beteiligt haben.
Der Sieger wird in einer eigenen Veranstaltung im Rahmen der Berlinale ausgezeichnet.
In dem Gespräch kristallisierten sich einige Punkte heraus, die z.T. schon auf den letzten Jahresversammlungen der Filmschaffenden anklangen und die nach der Erfahrung der letzten Jahre für die zukünftige Vorgehensweise konkretisiert, bzw. endgültig ad acta gelegt werden sollten. (Diese Liste ist selbstverständlich alles andere als vollständig – weitere Vorschläge werden wie immer gerne zur Diskussion angenommen!):

  1. Statt die Abstimmung erst im Dezember zu beginnen, könnte man sie permanent das ganze Jahr über laufen lassen. Das hätte den Vorteil, dass die Produktionen zeitnah, sozusagen noch im Eindruck des Gegenwärtigen bewertet werden könnten. Sobald eine Produktion eine gewisse Mindestanzahl an Stimmen erhalten hat, könnte man das Ergebnis auf Crew- United veröffentlichen. Dies wäre zum Einen ein Anreiz für das restliche Team sich an der Abstimmung zu beteiligen, zum Anderen von nicht unerheblichem Informationswert.
  2. In Bezug auf den Hoffnungsschimmer 2012 wurde erneut angeregt, die Liste sämtlicher Produktionen zu veröffentlichen, die eine noch festzulegende Mindestanzahl von Stimmen erhalten haben. Sollte man sich darauf einigen, könnte dies noch dieses Jahr im Februar geschehen.
  3. Es wäre zu diskutieren, ob man im Rahmen der Abstimmung über den Hoffnungsschimmer nicht eine erweiterte Umfrage stattfinden lässt, um ein genaueres Stimmungsbild der Branche in Bezug auf Beschäftigungslage, Arbeitszeiten, Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu erhalten.

Wie gesagt, weitergehende Vorschläge können gerne vorgebracht und bei der Hauptversammlung in Berlin besprochen werden.
                                                                                                                                                München, 8. Januar 2013
Steffen Malzacher