Kulturempfang der Grünen am 30. Januar - Nachlese

... alle kamen, die Rang und Namen hatten, nicht nur Leute aus der ersten Reihe des Kulturschaffens,  sondern auch Menschen wie ich für den BvP, in die ehemalige Kirche St. Agnes. Agnes Krumwiede begrüßte uns und Jürgen Trittin empfing uns mit einer wohlgesetzten einleitenden Rede („Keynote“) zum Thema Kultur.
 
Die Konzeption war klug: Die Frauen Krumwiede, Künast, Roth, Schmidberger, Göring-Eckardt, Rössner, die Herren Montag, Trittin, Wieland und andere Funktionsträger saßen verteilt an rund zwanzig Tischen, um sich die Sorgen und Nöte der 160 Kulturschaffenden bei einem (leider vegetarischen) Abendessen anzuhören.
 
Man hatte den Eindruck, dass die Vorwahlzeit die beste ist, um Politikern seine Anliegen nahezubringen. Ob es um die soziale Absicherung der Kulturschaffenden, um Urheberrecht oder Arbeitszeiten, um kulturelles Erbe oder neue Strukturen ging: Sie waren wohlinformiert und aufgeschlossen. Man hatte den Eindruck von Verständnis und den, neue Verbündete gewinnen zu können.
 
Auch die SPD und die Linke werben derzeit bei den Intelektuellen, den Künstlern und in der Creative Class allgemein heftig um Stimmen  - wir werden sie vielleicht nach den Wahlen an diese schöne Zeit erinnern müssen.
 
Reinhold Dienes